Freitag, 16. Juli 2010

Tag 21: Salt Lake City

Nachdem wir keine wirklich gute Einkaufsmöglichkeit im Zentrum gefunden hatten, fuhren wir ins 29 Meilen entfernte Park City - eine Art Shopping Mall. Leider war auch hier das Angebot nicht besonders groß. Jedoch konnten wir das Olympische Dorf der Winterspiele 2002 besuchen. Alles ist sehr nett angelegt und die neuerrichteten Häuser sehen alle noch recht gut aus. Schon im Sommer kommt hier ein gemütliches Flair auf. Vom Dorf aus, konnten wir zwei Skisprungschanzen sehen. Am Nachmittag fuhren wir mit der Straßenbahn, die im Zentrum kostenlos ist, zum ehemaligen Bahnhof. An der Haltestelle hatten wir ein nettes Gespräch mit US-Bürgern. Das ist, was ich an diesem Land so mag, alle sind freundlich, hilfsbereit und zu vorkommend. Öffentliche, kostenlose Toiletten sind selbstverständlich, Internet per WLAN gibt's auch fast überall kostenlos. Autofahren ist sehr viel leichter und entspannter, da hier diesbezüglich keine Hektik herrscht und der Amerikaner sehr geduldig auch einem Auto folgt, dass nur knapp unter der erlaubten Höchstgeschwindigkeit fährt. Fußgänger haben immer Vorrang. Insgesamt ist man eben viel serviceorientierter und hilfsbereiter als bei uns. Sehr angenehm ist mir auch wieder das Rauch- und Alkoholverbot aufgefallen - das ist einfach selbstverständlich.

... So, ich muss, das Boarding beginnt.

Donnerstag, 15. Juli 2010

Tag 20: Salt Lake City

Über 240 km ging es am Vormittag von 1850 m auf 1350 m stetig bergab nach Salt Lake City. Die Stadt macht einen sehr gepflegten Eindruck. Überall sieht es sehr ordentlich aus und der Rasen ist sattgrün. Das Capitol (Regierungs-gebäude) steht pompös auf einem Hügel und überragt die Stadt. Auch im Inneren wirkt es sehr beeindruckend. Im Kern der Stadt liegt der Salt Lake Temple, ein von den Mormonen gegründeter, sehr kirchlicher Bereich. Als wir hier durchgingen, wurden wir ständig angesprochen - einersets höflich, andererseits hat es genervt. Rings um den Tempel, blüht es genauso wie außerhalb. Nach mehreren Kilometern Fussmarsch sind wir erstmal im Hotel. Am Abend schauten wir uns noch das City & County Building an. Salt Lake City ist sehr schön und gepflegt, übermäßig viel anzuschauen gibt es hier dennoch nicht.

Mittwoch, 14. Juli 2010

Tag 19: Montpelier

Nach fast drei Wochen nähert sich unsere Reise langsam dem Ende. Heute lag die mit 320 km längste Fahrt vor uns: Es ging aus dem wunder-schönen und einmaligen Yellowstone National Park zurück über den Grand Teton National Park bis nach Montpelier. Die Fahrt verging unerwartet schnell, da es auf sehr gut ausgebauten Straßen fast ausschließlich bergab ging. An einem Übersichtspunkt lies sich die schneebedeckte Teton Range (Bergkette der Rocky Mountains) mit dem Grand Teton mit seinen fast 4200 m gut in ein Panorama fassen. Auf der Fahrt nach Montpelier rasteten wir am Snake River, welcher stark von Rafting-Booten befahren war. Die Kleinstadt Monpelier im Bundesstaat Idaho liegt in der Nähe des Bear Lake und ist sehr gepflegt. Da es zum Abendessen nicht schon wieder Subway sein sollte, ging's zum Mexikaner um die Ecke.

Dienstag, 13. Juli 2010

Tag 18: Yellowstone National Park

Heute morgen begrüßten uns zwei Rehe ca. 10 m von unserm Frühstückstisch entfernt. Streifenhörnchen (Chipmunk) sieht man über all. Diese kleinen, putzigen Tierchen sind aber immer so flink, dass man sie genauso schlecht vor die Linse bekommt wie die plötzlich auftauchenden Rehe. Da der Himmel wolkenfrei war, fuhren wir noch einmal zum Old Faithful. Welcher sich prächtig präsentierte - auch war es nicht so voll wie beim ersten mal. Rund um den "Alten Getreuen" gibt es noch viele weitere, kleinere Geysire, die wir in einer 5 km langen Tour erwanderten. Am Nachmittag hatten wir uns wohl etwas verfahren, zumindest landeten wir eher durch Zufall am Midway Geyser Basin. Die Farbenvielfalt ist unbeschreiblich groß. Von einer oberen, kleinen Quelle läuft das kalk-, schwefel- und eisenhaltige Wasser über von Kalkablagerungen geschaffene Kaskaden in einen größeren Geysir mit azurblauem Wasser, von wo es schließlich in den Fluss mündet. Ich glaube, hier haben wir über eine Stunde zugebracht - nicht zuletzt, weil ich hier wohl die meisten Fotos an einem Ort geschossen habe. Hinzu kommt, dass das ganze Becken durch den aufsteigenden Wasserdampf und die Windböen etwas mystisch wirkte. Am Abend entdeckten wir am Firehole River eine Stelle, in der man baden konnte. Normalerweise ist das Wasser von Gebirgsbächen eiskalt, doch durch die stromaufwärts liegenden Geysire mit ihren heißen Quellen war es außerhalb des Wassers kälter (ca. 18 °C) als innerhalb.