Freitag, 28. Januar 2011

Abgezockt trotz Freeware

Heute wollte ich mir die neuste Version von Open Office herunterladen. Also bei Google nach openoffice gesucht:



Nicht für jeden sofort ersichtlich: Die ersten drei Treffer zeigen auf ein Download-Portal, bei dem man Name und Anschrift hinterlassen soll. Mit dem Akzeptieren der AGB geht man ein 2-Jahresabo ein, welches monatlich 8 Euro kostet (=192). Selbst die auf der rechten Seite von Google schlecht als Anzeigen gekennzeichneten "Treffer" zeigen auf dieses Portal.

Oft reicht schon ein kleiner Vertipper oder eine falsche Schreibweise und man erhält Links zu dubiosen Seiten. Bei solchen "Neppen-Deppen-Bauernfänger-Seiten" kann nur immer wieder gewarnt werden: Keine persönlichen Daten auf Internetseiten angeben, wenn man nichts kaufen oder einen Vertrag abschließen möchte! Bei unbekannten Seiten immer gegenprüfen und mehrere Quellen zu Rate ziehen. Auch Google hilft hier. Im Fall "openoffice" gibt es sehr viele Hinweise darauf, dass es sich um pure Abzocke handelt. Selbst auf der echten Seite von OpenOffice wird gewarnt.

Sonntag, 12. Dezember 2010

Projekt: Küchenunterbauleuchte

Lange ist's her, da habe ich mir einen Berg LEDs bestellt und angefangen, eine Unterbauleuchte für die Küche zu basteln. Gestern ist sie endlich fertig geworden, was mich ein wenig stolz macht. Es sollten drei Leisten werden. Zwei mit weißen und eine mit weißen und roten LEDs, wobei die LEDs in zwei Reihen angeordnet sein sollten. Die LEDs, die ich bestellt hatte, haben eine Betriebsspannung von weiß 3,0 - 3,2 V und rot 1,8 - 2,1 V und einen Betriebsstrom von jeweils 20 mA, woraus sich eine Leistung von 0,06 bzw. 0,04 Watt ergibt. Damit ich möglichst viele LEDs in Reihe schalten kann, habe ich mich für ein Netzgerät mit 24 V Nennspannung entschieden. Das macht:

weiß: 24 V / 3 V pro LED = 8 LEDs pro Reihe
rot: 24 V / 2 V pro LED = 12 LEDs pro Reihe

Da die Hängeschränke eine Gesamtlänge von 160 cm haben, habe ich mich für eine LED alle etwa 2 cm entschieden, was

10 weiße LED-Reihen à 8 LEDs = 80
7 rote LED-Reihen à 12 LEDs = 84

pro Reihe macht. Nun hat jede Leiste zwei Reihen - das sind pro "weiße" Leiste 160 und für die gemischte (rot & weiß) 80+84=164 LEDs, insgesamt 484 LEDs. Die theoretische Gesamtleistung liegt bei 400 * 0.06 W (weiß) + 84 * 0,04 W = 27,4 W. Soweit zur Elektrik.


Als erstes habe ich drei Leisten auf Länge zugesägt und anschließend die Löcher gebohrt. Eine Akkuladung reichte gerade so für eine Leiste mit ihren 160 Löchern. Im zweiten Schritt mussten die Löcher über einen kleinen Kanal miteinander verbunden werden. Die Zwischenräume habe ich in mühseliger Kleinarbeit mit einem Stechbeitel entfernt und mit Sandpapier glattgeschliffen. Es war eine gewisse Kunst, die Kanäle stets gleich tief zu machen, damit die LEDs alle gleich weit herausragen. Am Ende wurde die komplette Leiste mit feinem Sandpapier glattgeschmirgelt und zum Schutze vor Feuchtigkeit 2x mit Wachslasur gestrichen.

Jetzt ging es an die 500 LEDs, deren Beinchen mit einem Seitenschneider gekürzt und anschließend im rechten Winkel gebogen wurden. Nun konnten Sie zu Ketten von 8 (weiß) bzw. 12 (rot) LEDs verlötet werden. Jede Kette wurde einzeln geprüft. Leider gingen dabei zwei weiße Ketten kaputt, weshalb ich noch zwei weitere anfertigen musste. Alle Ketten sollten parallel geschaltet werden, weshalb jede Menge kurze Drähte von Nöten waren. Jede Kette wurde an die bestehende in der Leiste angelötet und anschließend die komplette Leiste geprüft. Nach und nach füllten sich die Löcher der Leiste mit Lämpchen und es wurde stetig heller. Damit sich die LEDs nach dem Einsetzen in die Leiste nicht mehr bewegen können und es nicht zu Kurzschlüssen kommt, wurden die "Kabelkanäle" mit Acryl verfugt.

Die abschließende Prüfung ergab, dass die LEDs keinen Vorwiderstand benötigen, da die zahlreichen Lötstellen ausreichend Übergangswiderstände aufwiesen. Das hatte zur Folge, dass die Leisten nur ca. 80 % ihrer theoretischen elektrischen Leistung aufweisen. Dies macht sich allerdings kaum in der Lichtausbeute bemerkbar. Im Gegenteil. drei Leisten brachten bei nicht mal 22 W Leistungsaufnahme so viel Licht, dass ich getrost auf eine "weiße" verzichten konnte. Die verbleibenden vier Reihen (3 weiße, 1 rote) auf den beiden anderen Leisten teilte ich in zwei schaltbare Stromkreise auf, wobei mir eine weiße Reihe als immer brennende "Sparflamme" und drei zusätzliche Reihen als Hauptlichtquelle dienen. Die Sparflamme hat eine Leistungsaufnahme von 3,6 W primärseitig. Sind beide Kreise eingeschaltet, ergibt sich ein gemessener Verbrauch von max. 16 W bei einer hervorragend hohen und gleichmäßigen Lichtausbeute. Der farbliche Akzent fügt sich optimal in die rote getaucht Küche. Doch seht selbst:



Noch einmal würde ich solche Lichtleisten nicht bauen. Zum einen hat es sehr lange gedauert und heute gibt es fertige LED-Leisten, die wesentlich schmaler sind. Sie sind zwar ziemlich teuer, aber angesichts des hohen Arbeitsaufwands beim Selbstbau dann irgendwie doch rentabel. Es sei denn, man legt großen Wert auf die Bastelei. Die Materialkosten beliefen sich auf schätzungsweise 70 Euro. Für die übrig gebliebene dritte, weiße Leiste habe ich auch schon ein Plätzchen ausgeguckt.

Samstag, 16. Oktober 2010

WeTransfer - kostenloser 1-Click-File-Hoster

Um große Dateien anderen zur Verfügung zu stellen, haben sich 1-Click-Hoster etabliert, welche es nun wie Sand am Meer gibt. Doch oft ist die maximale Dateigröße auf 100 MB begrenzt, der Up- oder Download langsam oder es nervt einfach die Werbung. Ein recht junger Dienst, der Dateien mit bis zu 2 GB speichert und dazu noch werbefrei ist heißt wetransfer.com. Er ist schlicht gestaltet und besticht dank Flash-Technik auch in Sachen Optik.

Montag, 13. September 2010

Rocky Mountains 2010

Endlich bin ich der Bilderflut von knapp 2.000 Fotos Herr geworden und habe eine Diashow erstellt. Ihr könnt sie euch unten als Video anschauen, welches leider etwas ruckelt, oder in klassischer Form als Webalbum. Den größten Teil macht der Yellowstone Nationalpark mit seiner Tier- und Farbenvielfalt aus. Es war einfach überwältigend, was man jedoch erst im nachhinein realisiert. Je öfter ich mir die Fotos anschaue, desto mehr Lust bekomme ich, noch mal über den Teich zu fliegen.

Die Rundreise ging durch die Rocky Mountains beginnend in Salt Lake City über den Capitol Reef National Park, Goblin Valley State Park, am Colorado River entlang nach Moab, Arches National Park, Dead Horse Point State Park, Canyonlands National Park mit den Needles, Cortez und dem Mesa Verde National Park, die Goldgräberstädte Durango, Silverton und Ouray, das Colorado National Monument, Jackson Whole, den Grand Teton National Park, den Yellowstone National Park mit seinen Geysiren, farbenprächtigen Pools und Schlammlöchern, Bären, Bisons, Elchen und anderen Tieren bis hin zur Mormonenstadt Salt Lake City.